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SG wehrt sich tapfer, bleibt aber ohne Punkte
REITZENHAIN. Die SG Birlenbach zeigte in Reitzenhain zwar von Beginn an, dass es schwer werden würde, sie aufzuhalten, dennoch kam der Favorit in der Schlussphase arg in Bedrängnis. "Gegen die können wir auf unserem Hartplatz nur mit Kampf und Biss dagegenhalten", hatte Bogels verletzter Spielertrainer Shayne Hunder gefordert. Es sah allerdings früh so aus, als ob das Spiel zu einer lockeren Angelegenheit für den Primus würde. Die Gastgeber begannen unsicher, was die schnellen Angreifer der Moos-Elf ausnutzten. Matthias Arnolds nutzte eine Unsicherheit der Bogeler Abwehr und traf ins kurze Eck zum 0:1 (6.). Nur zwei Minuten profitierte Sören Kah von einem weiteren groben Fehler der Hunder-Elf.
Der Spitzenreiter versäumte es in der Folge, den Vorsprung auszubauen und machte stattdessen den Außenseiter mit Fehlpässen und eigenen Unachtsamkeiten stärker. Einen scharfen Schuss von Oliver Röhrig (20.) konnte der glänzend reagierende Keeper Timo Rauch gerade noch zur Ecke abwehren. Möglichkeiten von Markus Diefenbach (42.) und Martin Mengel (43.) blieben ungenutzt. "Es war kein gutes Spiel. Nach der guten ersten Halbzeit haben wir zugelassen, dass sich das Spiel in unsere Hälfte verlagert", kritisierte Gäste-Coach Bernd Moos zurecht.
Bogel kam im zweiten Abschnitt besser ins Spiel und auch zu Chancen. Per Sonntagsschuss von der Strafraumgrenze verkürzte Patrick Lampert auf 1:2 (64.) - die Euphorie der Gäste war verflogen. "Wir haben angefangen zu wackeln", so Moos. Trotzdem hätte die SGBB den Sack auf dem ungeliebten Hartplatz vorzeitig zumachen müssen. Die Verspieltheit seiner Angreifer brachte Moos zum Kochen: "Hacke, Spitze, eins, zwei, drei: Wir sind hier in Reitzenhain, nicht in Rio." Wladimir Stumpf und der bei Bogels Abwehr-Terrier Björn Haxel gut aufgehobene Kah vergaben mehrere Chancen. Shayne Hunder zeigte sich trotz fehlender Punkte zufrieden mit Einstellung und Laufbereitschaft seiner Mannschaft und forderte: "Gegen Welterod müssen nun aber drei Punkte her." Die hatte der Gast verbucht. "Der nächste Dreier, um unser Ziel zu erreichen." so Moos erleichtert.
Marcus Fachinger
Rhein-Zeitung vom 02.04.2007
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