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SG Bo/Rei/Bo I - TuS Singhofen 1:5

BOGEL. "Das war das schlechteste Spiel, seit ich hier Trainer bin." Dirk Eisenbarth versuchte nichts zu beschönigen. Der Trainer der SG Reitzenhain/Bogel/Bornich sortierte die Leistung seiner Schützlinge in die "unterste Schublade" ein und zwar bei "allen durch die Bank". Besonders die Darbietungen in der Defensive hatten ihm nicht gefallen beim 1:5 (0:1) gegen den ebenfalls schwach in die Saison gestarteten TuS Singhofen.
"Das war eine Art Tag der offenen Tür", ärgerte sich Eisenbarth. So schossen die Gäste sehr schöne Tore, aber auch recht einfache. Den Anfang machte der erst 18 Jahre alte Tim Heinz: Er brach in der linken Feldhälfte zu einem Konter auf, 70 Meter später krönte er seinen Sololauf mit einem überlegten Abschluss zum 0:1 (37.). Bis dahin hatten sich beide Mannschaften kaum klare Chancen erspielt.
Wesentlich leichter taten sich die Singhofener, als ihr Kapitän Nico Haxel nach einer per Kopf verlängerten Ecke von Julian Peters mit einer Volleyabnahme erhöht hatte (55.). Volkan Yildirim ließ kurz darauf seine Gegner aussteigen und setzte sich in halbrechter Position durch (61.). Die Einheimischen agierten mut-  und wehrlos, frühe Spielerwechsel brachten keinen Schwung.
Der TuS konnte es sich sogar leisten, einen Elfmeter zu vergeben, nachdem SG- Torwart Carsten Maus den jungen Heinz gefoult hatte -  der Keeper parierte gegen Peters (71.). Zwei Minuten darauf gelang Bogel der Anschlusstreffer: Diesmal zahlten sich die Wechsel aus, Stefan Mengel verwandelte eine Ecke Dennis Stracks. Die SG schaffte es aber nicht, sich an diesen Szenen aufzurichten.
Stattdessen legte Gökays Elf nach und nutzte die wachsenden Räume, um mit Diagonalpässen die Deckung des Aufsteigers auszuhebeln. Heinz und Haxel konnten sich jeweils durch Heber als Doppel- Torschützen profilieren. Der Trainer lobte seine nach Umstellungen in der Defensive stabile Mannschaft, die spielstark agierte und ihre Gelegenheiten nutzte: "So hatte ich das nicht erwartet. Ich dachte, es wird schwieriger."
Bei der SG klappte dagegen nichts. Gelangten Eisenbarts Leute einmal in Schussposition, verhinderte die Latte ein besseres Ergebnis wie bei Dominik Zimmermann (45.) und Martin Mengel (88.). "Singhofen hat verdient gewonnen", erkannte der enttäuschte Coach der Kombinierten an.


Rhein-Zeitung vom 31.08.2009 Thorsten Stötzer

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