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Unentschieden im Derby beim SV Oelsberg

In der Kreisliga D West hieß es am Sonntag mal wieder „Derbyzeit“. Zum zweiten Mal in dieser Saison trafen die zweiten Garnituren des SV Oelsberg und der SG Bogel/Reitzenhain aufeinander.
Nach einer kurzen Findungsphase am Anfang der Partie nahmen die Gäste das Heft des Handelns mehr und mehr in die eigenen Hände. Die Bogel/Reitzenhainer standen in der Defensive äußerst gut und konnten offensiv einige Akzente setzen. In der Anfangsphase fiel vor allem der agile Marc Dillenberger auf der rechten Außenbahn auf. So war er auch an der gefährlichsten Chance der SG im ersten Durchgang entscheidend beteiligt. Nach Doppelpass mit Timo Metz flankte dieser mustergültig auf Canisius, die einzige Spitze, doch dessen Volleyabnahme parierte Enders im Tor der Gastgeber mit einem guten Reflex.
Minuten später setzte Henry Müller gekonnt Mark Hofmann ein, der allerdings vor dem Tor zu zögerlich agierte. Müller selbst war in Halbzeit eins mit zwei sehenswerten Freistößen gefährlich, die er – wie könnte es auch anders sein – in alter Thomas-Häßler-Manier in Richtung SVO-Gehäuse beförderte. Beide Male geriet Enders in ziemliche Not, allein das Tor für die SG wollte nicht fallen.
Trotz weitestgehend überlegen geführter erster Halbzeit ließen die SG-Akteure aber doch noch zwei gute Chancen der Oelsberger zu. Eine davon war ein Lupfer in Zeitlupengeschwindigkeit, der mit vereinten Kräften von Mario Erath und Frank Wagner an die Querlatte gehofft wurde, bevor Erath die Kugel aus der Gefahrenzone schlagen konnte.
So ging es mit einem nach dem Spielverlauf nicht ganz gerechten 0:0 in die Kabinen.
In Halbzeit zwei traten die Mannen des SV Oelsberg dann plötzlich wacher und engagierter auf, die SG ihrerseits brauchte erneut einige Minuten, um wieder ins Spiel zu finden. Als die Schützlinge von Siggi Beyersdorf dies allerdings geschafft hatten, dauerte es nicht lange, bis ihr bis dahin gutes Spiel endlich belohnt wurde. Marc Dillenberger nahm sein Herz in die Hand und schoss aus der zweiten Reihe mit seinem leidenschaftlichen rechten Bein ins lange Eck des Oelsberger Tores. Somit stand es nun 1:0 für die Gäste (55. Minute).
In der Folge gestaltete sich die Partie ausgeglichen. Die Oelsberger investierten mehr, aber die Bogel/Reitzenhainer konnten immer wieder – teils gefährliche – Angriffe fahren. Das 2:0, das höchstwahrscheinlich die Vorentscheidung gewesen wäre, blieb jedoch leider Gottes aus. Die größte Möglichkeit hierzu hatten in einer Doppelchance Dillenberger und Canisius.
Das Spiel kippte jedoch, als Dillenberger eine gelb-rote Karte wegen „Meckerns“ sah, die zwar unnötig war, die aber sicher die meisten Schiedsrichter nicht gezeigt hätten (70. Minute). Schon mit der nächsten Aktion konnten die Hausherren den Ausgleich erzielen und fortan stand die SG fast ausschließlich in der Defensive und weit in der eigenen Hälfte. Entlastungsangriffe wurden zur Rarität und Einwürfe, Eckbälle und Freistöße für den SVO bestimmten die Szenerie. Bis zur 82. Minute, denn in dieser zeigte der Verwarnungen nicht abgeneigte Referee dem Oelsberger Stürmer Wieland ebenfalls Gelb-Rot wegen Ballwegschlagens. In den letzten Spielminuten war das Geschehen wieder ausgeglichen und es kam auf beiden Seiten nicht mehr zu nennenswerten Torchancen.
Aufgrund der zweiten Halbzeit kann man das Unentschieden ein gerechtes Ergebnis nennen. Die SG verpasste es, in der ersten Halbzeit schon mit ein bis zwei Toren in FĂĽhrung zu gehen.


Aufstellung:
Wagner F., Erath M., Friedrich M., Diefenbach T., Metz T., Müller H. (Römer M.), Göth A., Hofmann M., Sümnig K., Dillenberger M., Canisius Th.

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